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Blindsatz oder Blindtext

Text, der anstelle des endgültigen Textes in ein Satzlayout eingefügt wird, meist ohne direkt verständlichen Sinn. Der Text ist mit dem endgültig verwendeten hinsichtlich aller typographischen Werte identisch (Schriftart, Schriftgrad, Zeilenfall, Zeilenabstand ...). Dies bietet den Vorteil, daß die Gestaltung vom textlichen Inhalt geprüft werden kann - falls dies überhaupt ein Vorteil ist. Um Kommunikationswirkung beurteilen zu können, ist es zweifellos sinnvoller, mit den endgültigen Texten zu operieren. Dies ist einer der Vorteile des DTP, wo jeder Text sofort in jeder typographischen Ausformung gestaltet und beurteilt werden kann. (Blindsatz, Blindtext)


Sinnfreier Text, der in der Entwurfsphase anstelle des endgültigen Textes im Layout den ®Grauwert des Satzspiegels und damit die optische Wirkung der betreffenden Textelemente zeigen sollte; beim DTP unnötig, da hier leicht mit den endgültigen Textelementen experimentiert werden kann. Prinzipiell sollte ein Blindtext aus sprachspezifischen Elementen (Wörtern) zusammengestellt werden, nicht aus Phantasiewörtern, da jede Sprache durch die Frequenz und das Auftreten von Großbuchstaben und unterschiedlichen Akzentzeichen ihr typisches Schriftbild hat (Emil Ruder 1967).

Permanenter Link Blindsatz oder Blindtext - Änderungsdatum 2020-10-06 - Erstellungsdatum 2019-12-23


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