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Glossar Wirtschaft / Thema

Europäisches Währungssystem (EWS)

System fester, aber flexibler Währungskurse zwischen den EG-Mitgliedstaaten. Es führt zu einer Minderung von Wechselkursschwankungen in der Gemeinschaft, was den Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr fördern sollte. Die Zielsetzung des EWS hat der Europäische Rat in seiner Entschließung vom 5. Dezember 1978 über die Errichtung des Europäischen Währungssystems umschrieben. Dazu gehörte zusätzlich auch eine wirkungsvollere Unabhängigkeit vom Dollar. Der Erfolg des EWS trug letztlich dazu bei, die Pläne für eine Europäische Währungsunion wieder aufzunehmen. Das EWS existierte bis zur Einführung des Euro am 1. Januar 1999, also bis zum Inkrafttreten der dritten Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Als Nachfolgeregelung für die EU-Länder, die noch nicht Mitglieder der Währungsunion sind, wurde der Wechselkursmechanismus II (WKM II) eingeführt. Als Kontrollmechanismus für die Währungs- und Stabilitätspolitik wurde das EWS von der Europäischen Zentralbank abgelöst. Formal gehörten alle Mitglieder der EG später EU dem Europäischen Währungssystem an.

Permanenter Link Europäisches Währungssystem (EWS) - Erstellungsdatum 2020-11-28


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